08238 - 909363 nl@lange-niels.de

Die Unruhe und die Hetze des Alltags kann bekanntlich auf die Nerven gehen. Die Folgen: körperliche Verspannungen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme und Herz-kreislaufprobleme. Um so wichtiger ist es, die ersten Anzeichen ernst zu nehmen.

Stress ist vergleichbar mit dem Klimawandel: Beides wird unterschätzt, und wenn man nichts dagegen unternimmt, endet beides katastrophal. Stress hat zwar auch eine gute Seite: unsere Arbeit bleibt interessant und wird nicht langweilig. Auf der anderen Seite, macht Dauerstress aber krank. Auch der volkswirtschaftliche Schaden durch Stress ist nicht unerheblich. Die Zahlen sind alarmierend. In Deutschland entstehen nach einer Studie der Betriebskrankenkassen jährlich Kosten in Höhe von 6,3 Milliarden Euro durch arbeitsbedingte Belastungen.

Wie kommt es zu chronischem Stress und Burn-out?

Wenn man einen Frosch in einen Topf mit heißem Wasser wirft, wird er gleich wieder heraus hüpfen. Wenn man jedoch den gleichen Frosch in einen Topf mit kaltem Wasser setzt und danach das Wasser langsam erhitzt, bleibt der Frosch in Topf sitzen. Er bleibt solange sitzen, bis das heiße, kochende Wasser ihn tötet. Ähnlich, wie dem Frosch, geht es vielen Menschen: Sie bemerken die zunehmende Stressbelastung nicht und schaffen es nicht, rechtzeitig aus dem Kochtopf zu springen. Wenn es dann irgendwann zu spät ist, reagieren Körper und Seele mit einer Notbremse: „Nichts geht mehr“. Abschalten ist nicht mehr möglich. Man steht morgens schon müde und genervt auf und während des Tages wird es noch schlimmer. Hinzu kommen Fehler bei der Arbeit, wenig Wertschätzung durch andere und das Gefühl, sich in einem täglichen endlosen Hamsterrad zu drehen.

Wenn es keine Pausen mehr gibt

Der Körper ist Ausdrucksorgan unseres Seelenlebens. Körperlich Stresssymptome sind leicht zu bemerken. Das Stressgeschehen kann vereinfacht in drei Phasen aufgeteilt werden:

Alarmphase:
Die Stresssituation wird erkannt und die körpereigenen Kräfte werden organisiert. Adrenalin schießt ins Blut und die Stoffwechselfunktionen werden reduziert.

Aktionsphase:
Es kommt zu einer Flucht- oder Angriffsreaktion, je nachdem, welche Erfolgsaussichten größer sind. Durch diese Reaktion wird die bereitgestellte Energie verbraucht.

Erholungsphase:
Der Organismus kommt wieder zur Ruhe. Er erholt sich und eine relative Gleichgewichtssituation wird wieder hergestellt.

Wodurch entsteht dann aber der Stress mit dem Stress? Im Stressgeschehen gibt es keine Pausen mehr. Wenn das Telefon klingelt, kommen wir in Stress und nach dem Telefonat wollen wir uns erholen und … schon wieder klingelt das Telefon. Keine Zeit mehr für eine Erholungsphase. Die Stresshormone, die in unseren Blutbahnen kreisen, können nicht mehr abgebaut werden. Das Hamsterrad dreht sich weiter. Unser Immunsystem wird durch die Stresshormone einer immer größeren Belastung ausgesetzt.  Wir werden schneller krank und fühlen uns eher erschöpft. Burn-out Symptome, sinkende Gedächtnisleistungen und eine erhöhte Aggressionsbereitschaft sind weitere Folgen dieses Stressgeschehens.

Hilfe für Körper und Seele

Wenn unser Körper erste Alarmsignale schickt, ist es wichtig, ihnen Aufmerksamkeit zu geben. Eine ehrliche Selbstseinsicht und das Vermeiden der ursächlichen Belastungsquellen sind die ersten Schritte zur Besserung. Manchmal können Stressoren aber leider nicht ausgeschaltet werden. In diesem Fall hilft es, den Umgang damit zu verbessern. Fitness und Hygiene werden heutzutage groß geschrieben. Wäre es nicht auch an der Zeit, unserer Seele die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken, wie unserem Körper?
Hypnose und Mentalcoaching und können deshalb auch Gesundheitsvorsorge sein, weil richtige und rechtzeitige seelische Hilfe die Entstehung organischer Leiden vermeiden hilft. Schon Wilhelm von Humboldt sagte: „ Es ist unglaublich, wie viel Kraft die Seele dem Körper zu leihen vermag.“

Keine Anspannung ohne Entspannung

Selbsthypnose, Entspannungsverfahren, Sport, Bewegung und mentale Hilfestellungen können dazu beitragen, aus dem Hamsterrad Stress auszubrechen. Unsere Seele braucht Ruhe, um gespürt zu werden. Es hilft, wieder zu lernen, konstruktiv mit der eigenen Zeit umzugehen. Sich bewusst für Auszeiten im Tagesablauf zu entscheiden. Etwas Gutes für sich zu tun und es zu genießen. Diese Pausen werden dann zu Lebenspausen, die uns unterstützen, uns wieder auf das zu besinnen, was wirklich wichtig im Leben ist.